Mutmacher des Monats März 2018

Mutmacher des Monats März 2018

Das Leben ist ein täglicher Balanceakt, bei dem wir selbst darauf achten müssen, nicht aus dem seelischen Gleichgewicht zu geraten.                  

(Marlise Zeidler)

Nach diesem viel zu grauen und zuletzt ja wirklich eiskalten Winter erwacht die Natur im März endlich wieder zu neuem Leben! Dabei ereignet sich am 20. März das Frühlings-Äquinoktium, das heißt, es sind an diesem Tag um 17:15 Uhr sowohl der Tag als auch die Nacht gleich lang.

Für unsere Vorfahren waren solche Jahrespunkte magische Momente! Symbolisieren sie doch ein einzigartiges Gleichgewicht der Kräfte des Lichtes, wie es nur selten in der Natur zu beobachten ist. Unser ganzes Leben verläuft in derartigen, regelmäßigen Zyklen: Nach dem Tag kommt die Nacht, nach dem Einatmen folgt ein Ausatmen. Und auch in unserem Leben können wir dieses Auf und Ab der Kräfte beobachten: Z.B. regen wir uns auf und regen uns wieder ab, wir arbeiten mit Hochdruck und brauchen danach wieder Pause, sind über etwas total verärgert und müssen uns danach wieder beruhigen. Aber dieses ewige Auf und Ab ist extrem anstrengend für uns und wir neigen heute leider dazu, vor allem die Ruhephasen viel zu kurz zu halten. Viel besser wäre es doch, uns selbst generell wieder schneller in eine Ausgeglichenheit zu bringen. So lassen sich diese beiden Kräfte von Licht und Dunkelheit in uns immer besser in einem ausgewogenen und harmonischen, inneren Gleichgewicht ausbalancieren. Den Bogen besser gar nicht so straff anspannen lassen – und schlaff durchhängen natürlich auch nicht!

Wer dieses Spiel beherrscht, den wird auch das Auf und Ab in den Ereignissen im Außen immer weniger tangieren, er ist nicht mehr so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen und wird allgemein an Stärke gewinnen!

Die große Frage ist: WIE kann man diese beiden Kräfte in sich kontrollieren? Zunächst einmal, indem wir beginnen, sie in uns überhaupt zu spüren und anzunehmen, uns selbst als emotionale Wesen in verschiedenen Situationen wahrzunehmen und selbst zu beobachten. Denn eine gesunde Balance heißt nicht, sich vollkommen von seinen Emotionen zu distanzieren und seine Gefühle auf Eis zu legen!

Im nächsten Schritt dann können wir ganz bewusst damit beginnen, uns rechtzeitig zu zügeln: Eben nicht mehr ärgern bis wir buchstäblich schwarz werden oder arbeiten bis wir schier umfallen, sondern vorher schon ein imaginäres Stoppschild hochhalten und unseren Willen einsetzen: „Bis hierher und nicht weiter! Genug, das reicht jetzt!“ Indem wir extreme emotionale Ausschläge, die am Ende vielleicht nur in Alkohol oder Bergen von Schokolade enden, auf diese Weise bewusst verhindern, werden wir immer weniger ein Spielball unserer Gefühle sein und auf Situationen von Außen nach und nach immer mehr mit cooler Gelassenheit reagieren.

Ein unschätzbares Hilfsmittel dabei ist es, den persönlichen Grundton zu kennen und anzuwenden! Töne haben ordnende Wirkung. Bin ich „verstimmt“, hilft mir eine einfache Tonübung dabei, mein persönliches Gleichgewicht herzustellen um schnell wieder „in Stimmung“ zu kommen. Und je öfter man sich selbst „stimmt“, desto schwerer lässt man sich „verstimmen“, da die eigene „Stimmung“ immer stabiler und ausgeglichener wird!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen gut gestimmten und ausbalancierten Start in den lange ersehnten Frühling!

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