Mango – Die Frucht der Götter

In meinem Tropenparadies Bali ist derzeit Regenzeit. Bei kühlen 26 Grad, schüttet es meist einmal am Tag wie aus Kübeln, vorwiegend am Nachmittag. Für mich eine gute Gelegenheit, meinen Küchenvorrat aufzufüllen oder auch einmal neue Rezepte auszuprobieren – denn Bali ist ein wahres Paradies was Obst und Gemüse betrifft!

Derzeit haben wir „Mango-Season“, das heißt, dass einem die erntereifen Mangos buchstäblich in den Mund wachsen! Wie große, grüne Bohnen hängen sie an langen Schnüren vom Mangobaum. Ganze Lastwagen voller Mangos sieht man auf den Straßen fahren! Doch was ich besonders schätze, ist die Vielfalt an Mangosorten! In Europa gibt es oft nur die große Flugmango in den Supermärkten zu kaufen. Viel aromatischer sind jedoch die kleineren Mangosorten, die man hier in Bali morgens auf den lokalen Märkten kaufen kann! 

Die Mango wird auch die Frucht der Götter genannt! Und sie schmeckt auch wirklich göttlich! Unvergleichlich fein und süß ist sie, mit einem Hauch von Limettenaroma. Und so saftig, dass einem der Saft von Fingern und Lippen tropft, wenn man sie schält und aus der Hand einfach ißt! 

Am besten schält man die Mango mit einem Sparschäler. Dann schneidet man zuerst an den zwei breiten Seiten das Fruchtfleisch großzügig von dem faserigen Kern im Inneren der Frucht, danach an den weniger fleischigen schmalen Seiten. Leider ist das ganze eine glitschige Angelegenheit! Deshalb schneiden viele auch das Fruchtfleisch mit der Schale von den beiden Breitseiten, ritzen es kreuzförmig ein und stülpen dann die Schale um, so dass man das Fruchtfleisch in bequemen Würfeln von der Schale abschneiden kann. Möchte man die Mango hübsch servieren, ist das sicherlich die bessere Variante! Wer sich allerdings nicht einen Bissen dieser Götterfrucht entgehen lassen will und das Fruchtfleisch hinterher ohnehin klein schneidet oder püriert, dem würde ich die erste Variante empfehlen. 

Ich habe aus meiner kleinen „Mangoschwemme“ eine paradiesische Mangomarmelade gekocht – pur und einfach, ohne große Gewürze, damit der feine Mangogeschmack nicht gestört wird. Die lässt sich natürlich auch in Deutschland problemlos nachkochen. Ich gestehe, dass ich das für Marmelade erforderliche Gelier-Fix 2:1 selbst immer regelmäßig aus Deutschland mitbringe, weil die althergebrachte Einkochvariante nur mit Zucker 1:1 mich nicht so glücklich macht. Wer es nachkochen will – es ist sehr einfach:

  • Mangos wie oben beschrieben schälen und das Fruchtfleisch vom Stein schneiden. Es sollte 1 kg Mangofruchtfleisch sein.
  • In einem großen, weiten Topf 500 g Zucker mit 1 Beutel Gelier-Fix 2:1 vermischen
  • Das Mangofruchtfleisch pürieren und mit dem Zucker vermengen
  • Je nach Geschmack Zitronensäure (abschmecken!) Die ist sehr wichtig! Zum einen, weil die Säure den feinen Mangogeschmack erst richtig herausholt und zum anderen, weil das Gelieren der Marmelade damit viel besser gelingt.
  • Nach Packungsanweisung des Gelier-Fix das mit dem Zucker vermischte Fruchtmus unter stetigem Rühren aufkochen und am Ende wirklich mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen und dabei umrühren. Dabei sollten keine Kinder, Hunde etc. in der Nähe sein, weil die heiße Marmelade wirklich ein gefährliches Gut in der Küche ist! Am besten einen Küchenhandschuh beim Rühren anziehen und aufpassen, dass es nicht zu sehr spritzt. 
  • Eine kurze Gelierprobe machen, indem man einen kleinen Löffel von der kochend heißen Masse auf einem kleinen Teller schnell abkühlen lässt und die Konsistenz überprüft – je länger man kocht, desto fester wird die Marmelade.
  • Danach die kochend heiße Marmelade mit Hilfe einer Schöpfkelle und einem Einmachring in vorbereitete Schraubgläser füllen, sorgfältig den Deckel auf das Glas schrauben (müssen einwandfreie Gläser mit passenden Deckeln sein!) und mit Hilfe eines Küchenhandtuchs das Glas vorsichtig auf den Kopf stellen. 
  • Nach etwa 10 Minuten die heißen Gläser wieder umdrehen und sie dann abkühlen lassen. Dabei zieht der Deckel sich leicht nach innen – das Glas ist auf diese Weise Monate, ja sogar Jahre lang haltbar! 

Die Mango schmeckt jedoch nicht nur göttlich, sie hat auch viele heilende Eigenschaften aufzuweisen. So werden ihr entzündungshemmende, antidiabetische und antivirale Eigenschaften zugesprochen, was auf ihren hohen Vitamin C Gehalt zurückzuführen sein dürfte. Sie wird vorbeugend gegen Infektionen und Erkältungskrankheiten gegessen … mal ehrlich: Gibt es eine bessere „Medizin“ als den üppigen Genuss von süß-saftigen Mangofrüchten zur Vorbeugung gegen Grippe??? Wohl kaum!!! 

Wer also das Paradies hier auf Bali besucht und das Glück hat, dass gerade Mango-Zeit ist – der sollte in Mangos baden, den nirgendwo schmeckt die Frucht der Götter so köstlich wie hier auf der Insel der Götter! 

Deshalb: Lasst es Euch schmecken!!!