Gar nicht langweilig – Tofu in Teriyaki Sauce

Gar nicht langweilig – Tofu in Teriyaki Sauce

Wenn wieder einmal einer meint, Tofu sei ja so langweilig, bin ich schon geneigt, ihn eines besseren zu belehren, denn beim Tofu kommt es ganz ungemein darauf an, wie man ihn würzt! Natürlich ist Tofu pur langweilig – aber rohes Fleisch pur ist genauso langweilig! Es ist einfach eine Frage der Zubereitung!

Auf den Balinesischen Tagesmärkten kann man einfachen Tofu ganz frisch kaufen. Er ist schon in kleine Stücke von ca. 5×5 cm Länge und ca. 1,5-2 cm Dicke geschnitten, und hat einen ganz eigenen, rauchartigen Geschmack. 

Heute möchte ich Euch ein Gericht vorstellen, das ich mit diesem Tofu ausprobiert habe und das wirklich himmlisch schmeckt! Und zwar Tofu in Teriyaki Sauce. Ich habe dabei nur vage Mengenangaben – wer kochen kann, der braucht das einfach nicht aufs Gramm genau …

Den Tofu aus seiner Verpackung holen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Ich hatte soviel Tofu, wie in etwa in ein handelsübliches Tofupäckchen passt. Den Tofu in die gewünschte Größe schneiden – wie gesagt, meine Stücke hatten in etwa die oben angegebenen Maße. Ihr könnt aber genauso gut Streifen schneiden oder Würfel. Nur nicht allzu klein sollten die Tofustücke sein. 

Dann gebt ihr in einen Gefrierbeutel ca. 1-2 EL Stärkemehl (je nach Anzahl der Tofustücke) und schwenkt die Tofustücke in der Tüte, bis sie ganz von Stärkemehl umhüllt sind. 

In einem Wok (oder einer Pfanne oder einer Friteuse) erhitzt man nun Kokosöl und fritiert darin die Tofustücke bis sie leicht hellbraun sind. Achtung, durch das Stärkemehl haben sie die Tendenz, aneinander kleben zu bleiben, deshalb auf genügend Abstand achten!

Dann die fritierten Tofustücke aus dem Öl herausheben und nebeneinander auf einen Teller geben. 

In diesem Zustand schmeckt der Tofu wirklich langweilig! Besser noch nicht probieren … Denn jetzt kommt erst der Clou: Die Teriyaki Sauce! 

Dazu schneidet man ein schönes, dickes Stück Ingwer von ca. 5 cm Länge in feine Streifen oder Würfelchen. Dann etwa 4-5 Knoblauchzehen ebenso fein hacken. Beides in etwas Sesamöl in einer Pfanne anbraten, bis es duftet. Dann löscht man das Ganze mit Sake (Reiswein) ab. Wer keinen Sake im Haus hat, kann auch Weißwein oder Sherry dafür nehmen. Dazu kommen dann ca. 4-5 EL Teriyaki Sauce (gibt es im Asialaden) und Sambal oder eine andere, scharfe Chilisauce, je nach Schärfegrad, den man liebt. Wer es nicht so scharf mag, der kann auch eine milde Chilischote klein hacken und ebenso eine Tomate. Das Gemüse dann statt dem Sambal untermischen (wer allerdings nur sehr wenig Sambal genommen hat, dem empfehle ich, dennoch eine Tomate in Würfelchen dazu zu geben). Dann zwei Schalotten ebenfalls in feine Ringe schneiden und zu der inzwischen köstlich duftenden und köchelnden Sauce geben. Die Tofustücke nun nebeneinander in die Sauce legen und in der Sauce wenden. Für ein paar kurze Minuten karamellisieren lassen in der Pfanne. 

Schön auf einem Teller anrichten, mit etwas gehacktem Schalottengrün und Sesam bestreuen. Wer mag kann auch einige fritierte Knoblauchstückchen darüber streuen oder das Gericht mit frischem, gehacktem Koriander garniert servieren.

Wie immer in Bali, kann man dazu Reis essen. Wer allerdings lieber auf Kohlenhydrate verzichten will – es schmeckt auch pur ganz hervorragend und ist so die reinste Eiweißbombe! 

Guten Appetit! 

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