30_03_2018 Klingender Frühling in Deutschland!

30_03_2018 Klingender Frühling in Deutschland!

Zum Frühlingsbeginn reiste ich von Bali nach Deutschland. Dabei brauche ich immer ein bißchen Zeit, um aus der lächelnd-leichten Energie Balis in der „Deutschen Schwere“ anzukommen. Kalt ist es hier – und schon seit Monaten verwöhnt nur wenig Sonne die Menschen, die hier leben.

Zarte Frühlingsboten finden sich dennoch überall … vor allem der Gesang der Vögel am frühen Morgen und am Abend trägt für mich paradiesischen Frieden! Ich hoffe und bete, dass diese Vogelvielfalt in Deutschland überleben kann … Denn Vögel finden hier immer weniger Nahrungsangebot, da sich durch konsequenten „Insektenschutz“ auf den Feldern und in den Gärten (und damit ist der Schutz des Menschen VOR den bösen Insekten gemeint) im Laufe der Jahre natürlich auch immer weniger Insekten vermehren konnten. Denken wir nur an das „Bienensterben“, das vor kurzem groß durch die Presse ging und das nur ein prominentes Beispiel für das große Insektensterben ist. Außerdem gibt es immer weniger Naturhecken, verlassene Dachböden, Unterholz, Brachen, Schlamm, Schwemmwiesen usw. – eben natürliche Lebensräume für heimische Vogelarten.

Wenn ich mich zurück erinnere an meine Kindheit in Deutschland, kommen mir die vielen „Dreckpfützen“ noch ungepflasterter Höfe in den Sinn, in denen sich Spatzen genüßlich badeten; die Lehmnester (und Kotspuren) wiederkehrender Schwalben an fast jedem Haus; die Störche in den Auen des Aurachtals, die damals noch wagenradgroße Nester auf alten Bauernhäusern bauen konnten; Amseln die Würmer aus der regennassen Erde im Garten zerrten und vor allem die klangvolle Fülle der Vogelgesänge in der Morgendämmerung – doch es hat sich viel verändert seit meiner Kindheit. Die sprichwörtliche „Deutsche Sauberkeit“ und „Deutsche Gründlichkeit“ haben da offensichtlich nachhaltige Arbeit geleistet …

Wenn ich den Klang vergleiche von damals und heute – so ist die üppige Fülle verschwunden, so mancher Ton kaum noch vernehmbar. Zaunkönige? Nachtigallen? Finken? 87 % der in offenem Land lebenden Brutvögel gelten in Deutschland als gefährdet! Ja, natürlich GIBT es sie noch, die Vögel! Vor allem bei meinen deutschen Freundinnen darf ich sie jetzt am Futterhäuschen im Garten erleben, weil sie die Vögel hingebungsvoll und zuverlässig durch den ganzen Winter gefüttert haben! Eine dieser weisen, alte Seelen hat sogar für viel Geld eine Vogelschutzhecke als Begrenzung eines Gartens angelegt. Doch wie vielen Menschen wird eigentlich bewusst, dass sich der Gesamtklang der Vogelgesänge drastisch verändert hat in den letzten 40 Jahren?!

Reine Naturklänge wie Vogelgezwitscher, Grillenzirpen, Bienensummen wirken sich unendlich beruhigend, wohltuend und harmonisch ordnend auf unser menschliches Energiesystem aus. Wenn wir uns ständig zu müllen mit gefilterten mp3-Klängen, peitschenden Pop-Rhythmen und künstlich oder mechanisch erzeugten Tönen – brauchen wir uns über ein stetig steigendes Stresslevel, Unzufriedenheit und Dauermüdigkeit auch nicht mehr zu wundern! Mache Dir einmal klar, WAS natürliche Klänge sind und WANN Du bewusst welche wahrnimmst. Oder noch besser: Lausche auf einen Moment, in dem Du nichts anderes als ausschließlich reine Naturklänge vernimmst?!

Nur auf einem zunehmenden Weg der Achtsamkeit und des entsprechenden Handelns können wir die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten für künftige Generationen als ein Paradies bewahren und für uns ein Leben in innerem, paradiesischen Frieden erschaffen! Und sei versichert: Der Gesang einer Nachtigall in der Abenddämmerung gehört zu den wundervollsten Geräuschen, derer unser Planet fähig ist! Dies in der Natur als natürlichen Klang erlauschen zu dürfen – ist wahrlich ein Stück vom Paradies!

Und zum Schluß noch gefunden: Wie schön, dass diese kostbaren Erdenklänge jetzt sogar messbar sind! Schau Dir dieses Video an! Wobei ich diese Klänge keineswegs „unheimlich“ sondern höchst natürlich finde!!!

 

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